Liebe Freundinnen und Freunde der Burg Fürsteneck,
nachdem Karsten nun schon einiges zum Zwischenstand des Bauprojektes berichtet hat, kommt hier jetzt der schon angekündigte Newsletter.
Er enthält Berichte über die Klausurtagung im Januar, einen Workshop aus dem Bereich gesellschaftspolitischen Bildung von Ute Graebener und von Hanns Thiemann über den nun erfolgten Spatenstich für den Neubau.
Und weil so ein Spatenstich ja doch ein besonderes Ereignis ist bzw. war, gab es natürlich auch Pressevertreter bei dem offiziellen Akt. Drei Presseberichte davon findet ihr wie alles andere auch im Anhang 😉
Leider sind es zu viele Fotos und zusätzlich auch noch zwei Videos, die es vom Spatenstich gibt, um sie hier zu versenden. Damit ihr sie euch trotzdem ansehen und euch mitfreuen könnt, bekommt ihr hier den link zur Burgcloud :
Von dem Baufortschritt werdet ihr euch bei den Pfingstimpulsen selber überzeugen können – wer sich hierzu noch nicht angemeldet hat, ist herzlich eingeladen, es noch zu tun 😉 Wir haben dieses Jahr ein wie ich finde spannendes Thema, das sich genau an der Schnittstelle von Kreativem Tun und gesellschaftspolitischer Relevanz befindet. Im Fokus wird der Begriff der „Künstlerischen (!) Intelligenz“ stehen – verstanden als mehrdeutiger Denkraum zwischen menschlicher Kreativität, maschinellem Lernen und ästhetischem Urteil.
Künstliche Intelligenz ist längst kein technisches Nischenthema mehr – sie gestaltet mit, wie wir leben, arbeiten, lernen, erfinden. Dabei stellt sie grundlegende Fragen an uns und unser Selbstverständnis bzw. unsere Wahrnehmung:
Was ist Kreativität? Was ist real und wer definiert das? Wer trägt Verantwortung? Welche Machtstrukturen und mögliche Abhängigkeiten entstehen – oder werden verschleiert?
Wie immer wird es einen Vortrag zu Beginn am Samstagvormittag geben. Dieses Mal wird es Prof. Holger Horz sein, der uns mitnimmt in das Thema unter der Fragestellung:
„Arbeiten, Lernen und Leben mit Künstlicher Intelligenz : Mythen und Realitäten.“
Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist die Feststellung: Künstliche Intelligenz (KI) durchdringt zunehmend Bildungsprozesse – von der adaptiven Lernunterstützung über automatisierte Prüfungsformen bis hin zur individuellen Lernbegleitung durch KI-Agenten.
Doch was bedeutet diese technologische Entwicklung aus psychologischer und pädagogischer Sicht? Darum wird es im Vortrag wird Prof. Dr. Holger Horz gehen.
Ein Teil der angebotenen Werkstätten wird sich auf der Grundlage dieses Vortrages und der anschließenden Diskussion damit beschäftigen, was bedeutet das
- Gesellschaftlich: Welche kulturellen und politischen Dynamiken gehen mit KI einher? Wer bestimmt die Spielregeln?
- Individuell: Was macht KI mit meinem Selbstbild, meiner Ausdruckskraft, meiner Wahrnehmung?
- Ästhetisch: Wie ist das Verhältnis von menschlicher zu künstlicher Kreativität? Wo entstehen neue Formen, wo droht Einförmigkeit? Wie verändert sich unser Verhältnis zu Kunst?
Diese Werkstätten werden das natürlich nicht nur ‚verkopft‘ tun, sondern wie die rein ‚musisch-kreativen‘ Angebote eben auch mit Spaß und Lust den spielerischen Umgang damit ermöglichen.
Und außerdem hat Sabine Schlösser vom Freundeskreis sich auch noch etwas ausgedacht, auf das ich mich schon sehr freue – was das ist, will ich hier aber noch nicht verraten 😉
Ihr seht, es lohnt sich an Pfingsten auf die Burg zu kommen: nicht nur wegen des Themas und der vielen interessanten Werkstätten – und natürlich der Freundeskreisversammlung – , sondern eben auch, um hinterher sagen zu können: ich war beim Beginn des Neubaus mit dabei gewesen!
Wer aus finanziellen Gründen sich nicht anmelden kann, aber gerne kommen möchte, gibt bitte Karsten oder mir Bescheid, daran wird es gewiss nicht scheitern!
Anmelden kann man sich wie immer über die website der Burg. Damit ihr nicht lange suchen müsst, schreib ich hier einfach den link mit dazu:
www.burg-fuersteneck.de/pfingsten.
Ich freue mich über jede und jeden, mit denen ich an Pfingsten lachen, klönen, kreativ etwas gestalten, bei Karsten singen und Impulse aufnehmen und daran gemeinsam weiterdenken kann!
Falls jemand nur an der Freundeskreisversammlung teilnehmen möchte, für den oder die zitiere ich aus Karstens letzter mail:
„Am Pfingstsamstag findet abends am 19:30 Uhr auch unsere jährliche Freundeskreisversammlung statt, zu der ich Euch hiermit herzlich einlade. Ich gehe davon aus, dass die Burg uns wieder die Möglichkeit einer passiven Teilnahme ermöglichen wird. Wenn Ihr davon Gebrauch machen wollt, schreibt bitte an freunde@burg-fuersteneck.de, damit wir Euch die Zugangsdaten schicken können.“
Wer es nicht an Pfingsten auf die Burg schafft, hat am 13. Juni noch eine Möglichkeit, gemeinsam mit anderen kreativ zu werden. Zusammen mit der Musischen Gesellschaft werden wir dieses Jahr Schloss Freudenberg in Wiesbaden besuchen. Dort erwartet uns keine Führung wie im Bad Homburger Schloss, sondern ein „Erfahrungsfeld der Sinne“.
Spiritus rector des Vereins, der hinter Schloss Freudenberg steht, ist Prof. Hugo Kükelhaus, der der Musischen Gesellschaft angehörte und Burg Fürsteneck mit ihrer Idee des ganzheitlichen Lernens in der Bildungsarbeit eng verbunden war und auch hier Impulse setzte.
Damit ihr eine Ahnung bekommt, was uns in Wiesbaden erwartet, hier ein kleiner Auszug aus der website von Schloss Freudenberg:
„Das Erfahrungsfeld ist eine Wanderung für Menschen von 3-103 zu den Stationen im Schloss und im Schlosspark Freudenberg. An der Kasse im Schloss bekommt ihr einen Übersichtsplan ohne Anfang und Ende. BERÜHREN, ANFASSEN, AUSPROBIEREN sind nicht nur erwünscht, sondern für eigene Entdeckungen und Erfahrungen geradezu notwendig. Das Erfahrungsfeld ist KEIN MUSS, sondern EIN DARF. Es fordert jeden Menschen zur Auseinandersetzung mit SICH SELBST und seiner MITWELT.
Kann ich etwas greifen ohne es zu begreifen? Warum steigt ein zentnerschwerer Stein in die Höhe? Warum können Schatten farbig werden? Warum kann ich die Töne fühlen? Was passiert, wenn ich schwarzsehe? Warum sagt man „ich kann dich nicht riechen“! „Verdufte“? Warum schläft ein Lied in allen Dingen? Warum wachsen die Bäume nicht in den Himmel?
Für euren Besuch sind keinerlei Vorkenntnisse und kein Vorwissen notwendig; Vorkenntnisse sind eher hinderlich, denn man sieht oft nur das, was man schon kennt. Ihr wandert durch das Erfahrungsfeld mit drei Fragen und kommt mit 13 wieder heraus. Dann hat sich der Besuch gelohnt und ihr habt euch belohnt.“
Anmelden könnt ihr euch hierfür bei mir: birfiedler@gmail.com oder wie immer bei freunde@burg-fuersteneck.de.
Auch hier freue ich mich über jede und jeden, mit dem ich alles ausprobieren, auf der Partnerschaukel schaukeln, der Windharfe lauschen und in der Dunkelbar im Stockdunkeln vielleicht sogar Kaffee und Kuchen genießen kann.
Bis dahin liebe Grüße auch von Karsten Evers
Birgit (Fiedler)