Zum Erweiterungsbau – Bericht von Karsten Evers – 06-2026
In den letzten Wochen hat man auf der Baustelle nicht viel Veränderung gesehen, aber das
war auch nicht geplant. An Pfingsten konnten wir ja schon die fertig ausgehobene Baugrube
besichtigten. Währenddessen lief die öffentliche Ausschreibung für den Rohbau.
Und erfreulicherweise hat die Baufirma den Auftrag bekommen, die auch schon die
Bodenarbeiten gemacht hat: die Firma Bock / Fleischmann aus dem benachbarten Hünfeld.
Da haben wir gute Erfahrung und hoffen auf weiterhin gute Zusammenarbeit.
Unmittelbar vor Ort wird für uns ein junger Bauleiter zuständig sein, Elia Keller, der aber
natürlich von seinen erfahrenen Kollegen eng begleitet wird. Das kann eine gute
Kombination sein.
In der kommenden Woche soll die Baustelle eingerichtet werden, mit zwei Kränen und den
notwendigen Büro- und Baucontainern.
Vor ein paar Tagen haben wir einige Varianten von Sichtbetonwänden in der Baustelle eines
nahegelegenen Kindergartens besichtigt, um die Richtung festzulegen, in die es bei uns
gehen soll. Da gibt es schon deutliche Unterschiede.
Außerdem wird jetzt schon der endgültige Kabelkanal vom Verteiler des Stromversorgers an
der Straße zu dem Neubau gegraben und mit Leerrohren ausgestattet werden. Das ist
notwendig, weil offen verlegte Baustromkabel regelmäßig geklaut werden. Merkwürdige
Zeiten!
In Arbeit ist auch die Gemeinde Eiterfeld mit ihren Fachfirmen auf der Suche nach einer
Lösung für die Wasserversorgung. Wir haben ja eine Druckerhöhungsanlage im Keller Pallas-
Gebäudes. Aber unsere Sanitärplaner haben festgestellt, dass dort von der öffentlichen
Wasserversorgung manchmal negativer Druck ankommt. Das heiß, die Pumpen müssen,
statt den Druck zu erhöhen, Wasser ansaugen. Dafür sind sie nicht gemacht und gehen
regelmäßig kaputt.
Mit dem zusätzlichen Bedarf durch den Neubau (und geplanten Stallerweiterungen eines
Fürstenecker Großbauern) wird die Situation so nicht haltbar sein.
Da können Gesprächskanäle vielleicht noch hilfreich werden, die ich durch die
Städtepartnerschaft Eiterfeld/Forlimpopoli zu der Bürgermeisterin habe. Die Partnerschaft
haben wir 2009 im Rahmen unseres EU-Nyckelharpa-Projektes angestoßen, und unsere
jetzige Bürgermeisterin hat sie wieder aufleben lassen. Über Fronleichnam waren wir mit
einer 8-köpfigen Delegation mit dem Eiterfelder Bürgerbus in Italien, um das 40-Jährige
Jubiläum unserer Partner-Musik-Schule „Scuola di Musica Popolare di Forlimpopoli“ zu
feiern. Bei der langen Autofahrt und den Terminen vor Ort kommt man sich ja auch
persönlich näher.
Eine Feuerwehrübung hat ergeben, dass auch während der Bauzeit vollumfänglich gelöscht
werden kann. Eine zeitweise überlegte hintere Zufahrt über unsere Obstwiesen, kann daher
entfallen und muss nicht aufwändig ertüchtigt werden.
Die bürokratische Odyssee auf Weg zur endgültigen Baugenehmigung und die Kompensation
für ein paar in den letzten Jahren wild gewachsenen Bäumen erspare ich Euch. Das kann
man nur mündlich erzählen. Wir pflanzen ja unermüdlich Bäume auf der Obstwiese. Es ist
unglaublich, wie viel Kraft und Zeit vor allem Hartmut und Carsten in solche Hürden
investieren müssen. Vom Bürokratieabbau sind wir noch weit entfernt. Aber jetzt schauen
wir zuversichtlich in die Zukunft.

Neubau

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